Erdmännchen, Maras und Präriehunde

Erdmännchen sind tagaktive, sehr lebhafte und neugierige kleine Beutegreifer aus Südafrika. Diese kleinen Mangusten sind äusserst gesellig und leben in grösseren Familiengruppen. Es sollten in jedem Fall 4-5 Tiere gehalten werden, da Erdmännchen ein enges Sozialleben brauchen. Nachzuchten werden schnell zahm, sind jedoch bei aller Zutraulichkeit keine Schmusetiere. Die Ansprüche für eine einigermassen tiergerechte Haltung von Erdmännchen sind recht hoch. Sie brauchen viel Platz und benötigen unbedingt Sand zum Graben. Das Amt schreibt eine Gehegegröße von mindestens 16 m2 vor. Erdmännchen dürfen ganzjährig im Freien gehalten werden, wenn ihnen jederzeit ein Zugang zu Innenräumen oder Schlafboxen mit einer Temperatur von mindestens 15°C ermöglicht wird. Im Außengehege müssen Wärmequellen in Form von Wärmestrahlungslampen zur Verfügung stehen. Deren Futter besteht aus Obst, Gemüse, Mehlwürmer, Larven, Grillen, Heuschrecken, Eier und letztlich auch Fleisch.

 

Maras, auch Pampashasen genannt, sind grosse Nagetiere aus Südamerika, welche in vielen zoologischen Gärten gezeigt werden. Es ist jedoch auch Privatpersonen gestattet, Maras zu halten. Die vom Amt vorgeschriebene Gehegegrösse muss ein Mindestmaß von 60 m2 aufweisen. Maras dürfen ganzjährig im Freien gehalten werden, insofern ihnen entsprechende Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Als Futter bietet man u.a. frisches Gemüse und Heu, sowie Kartoffeln, Pellets, Obst, frische Zweige und Laub an.

 

Präriehunde sind possierliche kleine Nager, welche in den ausgedehnten Kurzgras-Prärien Nordamerikas beheimatet sind. Sie sind äußerst sozial und leben in der freien Wildbahn in großen Gruppen. Die Gemeinschaft hat einen hohen Stellenwert, daher sollte man im besten Fall mehrere Tiere halten. Präriehunde sind als Haustiere hierzulande noch relativ unbekannt, erfreuen sich aber dennoch steigender Beliebtheit. Sie werden schnell zutraulich und brauchen einen intensiven Kontakt zu ihrem Pfleger. Präriehunde sind nicht allzu schwer zu halten. Sie ernähren sich hauptsächlich von verschiedenen Gräsern, Löwenzahn, Kräutern und Heu. Als Zusatz kann Frischfutter in Form von Obst und Gemüse gegeben werden. Das Trockenfutter sollte einen niedrigen Protein- und einen hohen Fasergehalt haben, welcher sehr wichtig für die Verdauung ist! Das Amt schreibt eine Gehegegröße von mindestens 40 m2 vor. Präriehunde dürfen ganzjährig im Außengehege gehalten werden, insofern frostfreie Schlafstellen und Nester vorhanden sind.



v.l.n.r.:  Erdmännchen - Erdmännchen in typischer Beobachtungshaltung - Mara (Pampashase) - Präriehund