Pfaue, Fasane und Zierwachteln

Pfaue sind die ältesten Ziervögel der Welt. Bereits in der grichischen Antike wurden sie erwähnt. Ursprünglich stammt der Pfau aus dem Dschungel Indiens, noch heute ist er der Nationalvogel des Subkontinents. Mittlerweile wird der wunderschöne Vogel aber auf der ganzen Welt in Zoos und von Privatpersonen gepflegt. Da er standorttreu ist kann er in Parkanlagen frei gehalten werden. Pfaue sind polygame Vögel. Sie leben in kleineren Familienverbänden, die aus einem Hahn und mehreren Hennen mitsamt den sie begleitenden Jungvögeln bestehen. Pfaue sind in der Haltung nicht anspruchsvoll. Sie fressen Blüten, Früchte, Samen, sowie Insekten und kleine Wirbeltiere. Pfaue müssen paarweise gehalten werden. Die vom Amt vorgeschriebene Gehegegrösse von mind. 2m x 2m x 2m ist definitiv zu klein für diesen grossen Vogel.

 

Fasane wurden schon von den Römern aus Mittelasien nach Mitteleuropa eingeführt. Wie bei allen Fasanenartigen fällt der Hahn durch sein farbenprächtiges Gefieder und seine stark verlängerten Schwanzfedern auf. Er ist mit etwas über 1.000 Gramm Körpergewicht etwas schwerer als das Weibchen. Fasane ernähren sich im Herbst und Winter ausschließlich vegetarisch von Körnern, Eicheln und Blättern, im Sommer nehmen sie zusätzlich Insekten und Würmer zu sich. Das Gehege muss laut Amt eine Mindestgröße von 2m x 1m x 1m aufweisen.

 

Zierwachteln gehören zur Familie der Fasanenartigen. Wachteln werden seit langer Zeit in China als Ziervögel gehalten, aber auch hierzulande erfreuen sich die kleinsten aller Hühnervögel immer größerer Beliebtheit. Unterschätzt wird allerdings regelmäßig der Platzbedarf, den diese kleinen Vögel benötigen. Für eine artgerechte Haltung sollte die Voliere nicht kleiner als 4 m2 sein, was auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Tiere ernähren sich von Getreide wie Hafer, Weizen, Mais, Buchweizen, Hirse und tierischem Eiweis.

Wissenswert: Früher war es gebräuchlich, die kleinen Vögel während der Winterzeit in den Rocktaschen mitzuführen, um sich an ihnen die Hände zu wärmen. Daher waren Wachteln einst unter dem Gattungsnamen "Excalfactoria" bekannt, was "die Wärmende" bedeutet. Zu gut, dass diese Praxis nun nicht mehr geduldet wird.



v.l.n.r.:  blauer Pfau - weisser Pfau - Jagdfasan - Kalifornische Schopfwachtel